Artenschutz


Einen einzigen Grund für das Sterben der Bienen gibt es nicht. Viele Umweltfaktoren wirken zusammen auf die Bienen ein und diesem Stress sind diese kleinen Tiere nicht gewachsen.
Die meisten Gefahren gehen vom Menschen aus.

Einige Gründe für das Bienen- bzw. Insektensterben sind:

Sonderfall der Honigbiene

Die genannten ökologischen Probleme setzen den Insekten sehr zu. Allerdings wird der Mensch der Biene doch helfen, dass sie nicht ausstirbt, sondern dass der Bienenbestand sich wieder vergrößert. Aber viele Honigbienen sind total überzüchtet.

Dieser Aspekt führt dazu, dass die Bienen nicht mehr so widerstandsfähig sind und anfälliger werden für Krankheiten. Viele Jahre war der Mensch nur auf die Produktion von Honig aus.

Ein aus Asien eingeschleppter Parasit ist auch ein großes Problem für die Bienen. Die Varroamilbe ist nur ca. 1-2 mm groß, besitzt aber eine zerstörerische Kraft.

Die asiatischen Honigbienen sind gegen die Varroamilbe immun, aber in Europa und Amerika und auch in Afrika sind die Honigbienen sehr anfällig, von dieser Milbe befallen zu werden. Manche Imker setzen zur Bekämpfung der Varroamilbe auch Chemikalien ein.

Diese Chemikalien haben wieder zur Folge, dass die Bienen ebenfalls geschwächt werden.

Wie kann ich Bienen helfen?

Es gibt einige Wege, wie man Bienen wieder auf die Beine helfen kann.
Wenn man eine geschwächte Biene im eigenen Garten beobachtet, die einige Zeit schon nicht mehr geflogen ist, ist diese auf jeden Fall geschwächt. Eine Lösung aus Zucker und Wasser kann man in der Küche zubereiten und die Biene mit einer kleinen Sitzhilfe an die Lösung heranführen. Die Biene wird sehr dankbar sein,
dass sie etwas süßes zu trinken bekommt und kann schnell wieder neue Kraft schöpfen. Im Sommer ist es empfehlenswert,
einige Wasserschälchen für Insekten und Vögel bereit zu stellen. Das hilft den Tieren neue Kräfte zu generieren und auch ihren Wasserhaushalt auf einem gesunden Level zu halten.

Insektenhotels

Insektenhotels sind zu einem wichtigen Lebensraum für Bienen geworden. Der Mensch hat leider den natürlichen Lebensraum der Bienen schon sehr weit zerstört,
dass die Bienen auf uns Menschen angewiesen sind. Insektenhotels sind künstliche Nist- und überwinterungsplätze, die es in verschiedenen Größen gibt.
Entweder sind die freistehend oder an einem Baum hängend. Die Bauart erinnert an ein Hotel, daher leitet sich der Name Insektenhotel ab.
Hauptsächlich sind diese Hotels für nützliche Insekten gedacht. Hier können sie das ganze Jahr über leben und sogar überwintern.

Was ist eine Blühwiese?

Eine Blühwiese ist wunderbar bunt und auch der Wasserbedarf einer solchen Blühwiese ist um einiges geringer.
Nicht nur die Bienen sondern auch andere heimischer Tierarten wie Schmetterlinge und Igel fühlen sich in einer Blühwiese wohl. Für eine Neuanlage einer Blühwiese reichen schon fünf bis zehn Gramm Saatgut je Quadratmeter aus.
In den ersten 6 Wochen sollte man darauf achten, dass die Wiese feucht gehalten wird.
Wenn die Pflanzenvielfalt entwickelt ist, zeigt sich ein wunderbarer Lebensraum für Bienen.

Im Folgenden sind Blühpflanzen aufgelistet, die die Bienen besonders gern mögen:
 
  • Salbei
  • Thymian
  • Koriander
  • Lavendel
  • Borretsch
  • Malve
  • Krokus
  • Lupine
  • Schneeglöckchen
  • Aster
  • Ringelblume
  • Steinkraut
  • Mohnblume
  • Sonnenblume
  • Sonnenwende